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Deutschland, 100 Mark, ( 1948 ) !

Deutschland  100 Mark ( 1948 ) Rosenberg Katalog Nr. 256 !


Wie bekannt, ist das Papiergeld viel jünger als Münzen. Klar, daß auch das Münzsammeln viel ältere Traditionen hat als das Sammeln von Geldscheinen. Hinzu kommt, daß Papiergeld früher kaum ein beliebtes Sammelobjekt war. Dies liegt zum Einen an seinem nicht existierenden Materialwert (z.B. gegenüber Goldmünzen), aber zum Anderen auch an seinem hohen Verkehrswert. Gültige Kursmünzen zu Pfennigwerten oder Gedenkmünzen zu 5 oder 10 DM lassen sich nun einmal mit geringerem finanziellen Einsatz aufheben als Banknoten zu 50, 100 oder gar 1000 DM. Das ist heute nicht anders als früher.
Im vorigen Jahrhundert war deshalb des Sammeln von Geldscheinen eher eine absulute Ausnahmeerscheinung. Die wenigen bekannten Sammler, wie z.B. Dr. Adolf Ehrenfeld aus Wien, trugen jedoch gewaltige Mengen an Geldscheinen aus aller Welt zusammen und leisteten damit Pionierarbeit auf dem Gebiet der Notaphilie. Viele Jahre blieb das Papiergeldsammeln das "Stiefkind" der Numismatik und wurde von Münzsammlern eher belächelt, da Geldscheine ihrer Meinung nach nichts als wertloses Papier darstellten wenn man für sie nichts mehr kaufen kann. Selbst Münzkabinette und Museen interessierten sich kaum für historische Geldscheine. So blieben einzig die wenigen, aber bedeutenden, Privatsammlungen die einzigen Rettungshäfen für ungültig gewordene Geldscheine aus aller Welt. Mit der Inflation in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg und den hieraus resultierenden zahllosen Notgeldscheinausgaben erlebte das Papiergeldsammeln einen enormen Aufschwung.
Sehr beliebt waren und sind noch heute die sog. Serienscheine der verschiedensten Städte und Gemeinden aus dem ganzen damaligen Deutschen Reich, welche oft günstig zu erwerben und historisch sehr interessant sind. Daneben wurden und werden aber auch die anderen Notgeldscheine gern gesammelt. Nach der Inflation boten die vielen noch vorhandenen Scheine, welche zwischenzeitlich im Zahlungsverkehr wertlos gworden waren, einen willkommenen Anfang für die eigene kleine Sammlung. Es entstand ein regelrechter Handel mit Serienscheinen und Notgeld jeglicher Art. Vor allem Dr. Arnold Keller, der auch mit Notgeldscheinen handelte und diese per Versandlisten in ganz Deutschland an Sammler verkaufte, kann als Pionier und Vater des Papiergeldsammelns in Deutschland bezeichnet werden. Schon früh verfaßte er Katalogwerke, in denen er die verschiedenen deutschen Papiergeldausgaben auflistete und bewertete. Noch heute gehören seine Werke zur Standardliteratur der deutschen Notaphilie. Mit dem Zweiten Weltkrieg und dem schweren Neuaufbau nach dem Krieg ließ das Interesse an diesem einmaligen Sammelgebiet deutlich nach. Seit etwa dreißig Jahren hat jedoch das Papiergeldsammeln immer mehr Freunde in Deutschland und überall auf der Welt gefunden. Dies ist nicht zuletzt der heute selbstverständlichen Akzeptanz des Wertes von Banknoten wie auch den immer besser aufbereiteten Katalogwerken zu verdanken. Hinzu kommt die besondere Faszination, die ein Geldschein nicht nur als Wertbegriff über seine Gültigkeit hinaus besitzt, sondern auch die künstlerische Sorgfältigkeit eines "fast" fälschungssicheren Wertpapieres, das uns in den vielfältigsten Stilen und Farben wie auch in seiner historischen Einmaligkeit in seinen Bann zieht.

 Auf dem Gebiet der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands kursierten nach dem Zweiten Weltkrieg die Noten der Alliierten Militärbehörde neben den alten Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen als Besatzungsgeld. Nach der Währungsreform in den westlichen Besatzungszonen, stand die sowjetische Militärregierung im Zugzwang und führte als Zwischenlösung sog. Kuponscheine ein. Hierbei wurden alte Banknoten mit Wertkupons überklebt. Der Umtausch erfolgte ebenso wie bei der Währungsreform im Westen im Verhältnis 10 RM = 1 DM. Wenige Wochen später wurde die erste eigene Banknotenserie der Deutschen Notenbank in Umlauf gebracht, die 1955 durch eine neue in geänderten Farben ersetzt wurde. 1964 folgte dann die Ausgabe einer neuen Serie jetzt als Mark der Deutschen Notenbank DDR. Ab 1971 gab dann die Staatsbank der DDR neue Geldscheine aus, die bis zur Währungsreform mit der Bundesrepublik am 1.7.1990 gültig blieben.

DDR, Forumscheck, 500 Mark, Ersatznote!

DDR 500 Mark Forumscheck ( 1979 ) Rosenberg Katalog Nr. 373    ( Ersatzbanknote ) !


Neben dem Staatspapiergeld der DDR gab es auch sog. Forumschecks der staatlichen Forum-Außenhandelsgesellschaft, welche für den Bezug ausländischer Waren in den sog. Intershops der DDR galten. DDR-Bürger durften nicht mit DM-Noten in diesen Geschäften einkaufen, sondern mußten diese zuvor gegen Forumschecks im Verhältnis 1:1 umtauschen. 

 

 
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